Das allergische Kontaktekzem

Das allergische Kontaktekzem wird - wie der Name schon sagt - durch den Kontakt der Haut mit einem sogenannten Kontaktallergen hervorgerufen und ist in den meisten Fällen auf eine sogenannte Allergie vom Spättyp zurückzuführen.
Die Akutform wird häufig als akute allergische Kontaktdermatitis, das chronische Stadium als chronisches allergisches Kontaktekzem bezeichnet. Es entwickelt sich hauptsächlich an den Hautstellen, an denen der direkte Allergenkontakt gegeben ist, Streureaktionen unterschiedlicher Ausprägung kommen jedoch vor. Kontaktekzeme finden sich vor allem an Händen und Unterarmen, sowie im Bereich des Gesichtes.

Die Zahl der Kontaktallergene nimmt ständig zu, sie finden sich in Kosmetika, Metallen (vor allem Modeschmuck), Kleidungsstücken (Textilfarbstoffe), Pflanzen, Arzneistoffen, Gummiartikeln, Desinfektions- und Kühlschmiermitteln etc , also sowohl im privaten als auch im beruflichen Umfeld der Patienten.
Bisher konnten ca. 4000 Kontaktallergene identifiziert werden. Ca. 7% der Bevölkerung leiden an allergischen Kontaktekzemen.
  
In Häufigkeitsstatistiken über beruflich verursachte Hauterkrankungen stehen Kontaktekzeme seit Jahren an der Spitze. Allerdings spielt die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Berufsgruppe eine wesentliche Rolle für die Häufigkeit von Kontaktekzemen und "spezifischen Sensibilisierungen". So sind Berufsgruppen wie Krankenschwestern und Friseure in über 30%, Beschäftigte des Bauhauptgewerbes in 15 bis 30% davon betroffen.

Die einzige klinisch etablierte Methode zur Abklärung einer Allergie vom Spättyp ist der Epikutantest, der allerdings erst nach entsprechender Behandlung bei klinischer Symptomfreiheit durchgeführt werden sollte.

Bei Abschluß des Tests muss das Testergebnis (relevant/nicht relevant) dann unbedingt genau mit dem Patienten besprochen werden.
Weiß der Patient, wie er den erneuten Kontakt mit dem Kontaktallergen meiden kann, darf von einer erfolgreichen Maßnahme gesprochen werden. Rasch kommt es zur Besserung und Abheilung der Hautveränderungen, bei neuerlichem Kontakt treten diese jedoch wieder auf.



Dr.med. Christiane Szolar-Platzer | Ärztezentrum Privatklinik Graz Ragnitz, Berthold-Linder-Weg 15, 8047 Graz
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